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Donald Trump

USA: Donald Trump und sein erstes Amtsjahr in Zitaten

Von «Quiet, piggy» bis Grönland – Trumps erstes Jahr in Zitaten

Der 79-Jährige sorgte im vergangenen Jahr mit KI-Bildern, Militärparaden, skurrilen Sprüchen und Drohungen an Verbündete für Schlagzeilen. Niemand weiss, was als Nächstes kommt.
20.01.2026, 22:0220.01.2026, 22:02
Natasha Hähni / ch media

Wenn Donald Trump eines kann, dann ist es, Sprüche zu klopfen. Schon während des Wahlkampfes sorgte er mit Aussagen wie «they're eating the dogs» («Sie essen die Hunde») für Aufregung. Der Spruch bezieht sich auf die lange widerlegte Anschuldigung, illegal eingewanderte Migranten aus Haiti hätten in Ohio Haustiere gestohlen und gegessen.

Donald Trump feiert sich Ende Jahr selbst mit der Medaille, die er von der Fifa erhalten hat.
Donald Trump feiert sich Ende Jahr selbst mit der Medaille, die er von der Fifa erhalten hat.bild: Evan Vucci

Mit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2025 gewannen Trumps Aussagen deutlich mehr Gewicht. Das hinderte den Republikaner nicht daran, seine Gedanken über die sozialen Medien, an Pressekonferenzen und bei Treffen mit Staatsoberhäuptern mit der Welt zu teilen.

Von unmöglichen Preissenkungen über hässliche Kriegsschiffe bis zu Berufswünschen – der Rückblick auf ein Jahr Trump in dessen eigenen Worten:

«Der Golf von Amerika, was für ein schöner Name!»
In den USA ist der Golf von Mexiko nun umbenannt.
In den USA ist der Golf von Mexiko nun umbenannt.bild: epa

Kaum im Amt verabschiedete Donald Trump eine Reihe von Dekreten. Unter anderem beschloss er die Umbenennung des Golfs von Mexiko zum Golf von Amerika, dies im Zeichen seiner «America First»-Agenda. International bleibt der alte Name jedoch bestehen.

Während seiner ersten Dekret-Runde rief Trump zudem den Notstand an der Grenze zu Mexiko aus, ordnete den Einsatz des Militärs zur Grenzüberwachung an und leitete – wie schon in seiner ersten Amtszeit – den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ein. Ausserdem begnadigte er alle 1500 verurteilten Beteiligten am Sturm auf das Kapitol vom 6. Januar 2021.

«Die Riviera des Nahen Ostens könnte etwas Grossartiges sein.»

Im Februar führte Donald Trump seine Vision für den Gaza-Streifen aus. Er nannte seinen Plan die «Riviera des Nahen Ostens». Der kriegszerstörte Küstenstreifen soll zu einem Luxus-Resort umgebaut werden. Kurze Zeit später teilte der Präsident ein KI-generiertes Video, in dem diese «Riviera» zu sehen ist; mit Wolkenkratzern, goldener Trump-Statue und einer Szene, in der der Republikaner mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen Cocktail trinkt.

«Du musst dankbar sein, du hast die Karten nicht.»
Trump und Selenski liefern sich ein Wortgefecht im Weissen Haus.
Trump und Selenski liefern sich ein Wortgefecht im Weissen Haus.bild: epa

Ende Februar lud Donald Trump den ukrainischen Präsidenten ins Weisse Haus ein, um ein Rohstoffabkommen zu unterzeichnen. Statt eines freundlichen Austauschs für die Kameras, wurde die Medienkonferenz zum verbalen Schlagabtausch zwischen Wolodimir Selenski, Donald Trump und dessen Vize, JD Vance zu sehen. Dabei warfen die Amerikaner Selenski unter anderem vor, nicht dankbar genug zu sein für die Hilfe aus den USA.

«Ich denke nicht, dass er sich entschuldigen muss.»

In einem Chat mit anderen hochrangigen US-Beamten teilte Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth Angriffspläne der USA gegen den Iran. Die Nachrichten wurden öffentlich, weil Trumps nationaler Sicherheitsberater, Mike Waltz, den Chefredakteur des Magazins «The Atlantic» aus Versehen in den Gruppenchat auf der Nachrichtenapp Signal hinzugefügt hatte. Das «Signal-Gate» sorgte international für Aufsehen. Trump nannte die ganze Geschichte einen Ausrutscher.

«Macht Amerika wieder wohlhabend»
Erst waren die Zölle gegen die Schweiz auf 31 Prozent angesetzt, danach wurden sie gar auf 39 Prozent erhöht, bevor sie im Gegenzug für eine goldene Rolex pausiert wurden.
Erst waren die Zölle gegen die Schweiz auf 31 Prozent angesetzt, danach wurden sie gar auf 39 Prozent erhöht, bevor sie im Gegenzug für eine goldene Rolex pausiert wurden.bild: epa

Am 2. April rief Donald Trump den «Liberation Day» aus. Im – damals noch nicht zugeteerten – Rosengarten des Weissen Hauses verkündete der Präsident Zölle für Waren aus 185 Ländern. Auf einer Kartontafel listete er ein Land nach dem anderen auf. Es sei der Start in das «goldene Zeitalter», das Trump seinen Wählerinnen und Wählern versprochen hatte. Die meisten Zölle wurden nach Verhandlungen pausiert oder reduziert, so auch bei jenen gegen die Schweiz.

«Ich wäre gerne Papst.»

Nach dem Tod von Papst Franziskus wurde Trump nach seinem Favoriten für die Nachfolge gefragt. Seine Antwort: er selbst. Bei der Antwort handelte es sich wohl um einen Witz, von diesem liess er aber nicht ab und publizierte später ein KI-generiertes Bild von ihm als Papst auf Social Media.

«Jedes andere Land feiert Siege. Es wird Zeit, dass wir das auch tun.»

Zum 250. Geburtstag der US-Armee veranstaltete Donald Trump eine Militärparade in Washington. Rund 6600 Soldaten, 150 Fahrzeuge und über 50 Flugzeuge nahmen teil. Die Veranstaltung kostete rund 30 Millionen US-Dollar. Am selben Tag, der auch Trumps Geburtstag ist, fanden im ganzen Land Anti-Regime-Proteste unter dem Motto «No Kings», also «keine Könige» statt.

Für seinen 80. Geburtstag, respektive den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten, hat Trump ebenfalls schon Pläne: Er hat unter anderem einen Käfigkampf auf der Wiese vor dem Weissen Haus angekündigt.

«Wir werden die Medikamentenpreise um 1000 Prozent, 600 Prozent, 500 Prozent, 1500 Prozent senken.»

Seit Monaten sagt Trump, er werde die Medikamentenpreise um mehrere Hundert oder sogar Tausende Prozent senken. Dass die Produkte bei einer 100-prozentigen Reduktion gratis sind, scheint ihn dabei nicht zu stören.

«Ich denke, das Treffen war eine 10 – wir haben uns super verstanden.»
Stolz auf seine Freundschaft mit Wladimir Putin: Donald Trump.
Stolz auf seine Freundschaft mit Wladimir Putin: Donald Trump.bild: epa

Am 15. August trafen sich Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska zum ersten Mal seit Trumps Rückkehr ins weisse Haus. Das Thema war der Ukraine-Krieg. Konkrete Durchbrüche gab es keine, dennoch bezeichnete Trump das Treffen in einem Interview als eine «10», weil er sich sehr gut mit dem russischen Machthaber verstanden habe. Der US-Präsident rollte Putin wortwörtlich den roten Teppich aus. Ausserdem gab es zur Feier des Tages einen Formationsflug. Kritiker bezeichneten das Treffen vor allem als gelungenen PR-Auftritt für Wladimir Putin.

«Menschen, die in Washington bisher nicht ausgegangen sind, machen das jetzt wieder.»

Seit er die Nationalgarde nach Washington geschickt hat, habe sich die Sicherheitslage dermassen verbessert, dass sich Menschen in der Hauptstadt «endlich» wieder in Restaurants trauten. Das behauptete Trump im September. Zwar ist die Kriminalität in Washington im Vergleich zu anderen US-Städten hoch, laut offiziellen Statistiken aber rückläufig. Der Zusammenhang zwischen der Entsendung der Nationalgarde und dem Anstieg von Restaurant-Reservierungen ist nicht nachweisbar.

«Ein hässliches Schiff ist nicht nötig.»

Im Oktober wurden alle US-Generäle aus aller Welt kurzfristig zu einem Treffen gerufen. Verteidigungsminister Pete Hegseth wetterte dort gegen Diversitätsinitiativen, «fette Truppen, Generäle und Admirale» und Bärte. Trump fokussierte sich unter anderem auf Kriegsschiffe. Er sei eine «sehr ästhetische Person». «Hässliche Schiffe», so der Präsident, seien zum Schutz nicht nötig.

«Ruhig, Schweinchen»

Während eines Fluges beleidigte US-Präsident Donald Trump die Bloomberg-Reporterin Catherine Lucey mit den Worten «Quiet, piggy» («Ruhig, Schweinchen»), als sie ihm eine Frage zu den Epstein-Akten stellte. Trumps frühere Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der während seiner Haft verstarb, verfolgen ihn seit Jahren. Dies, trotz wiederholter Versuche, die Affäre herunterzuspielen.

«Wir konnten so viele verschiedene Kriege beenden»

Donald Trump sieht sich als Friedensstifter. Seinen Traum vom Friedensnobelpreis verwehrte ihm das Komitee zwar, Fifa-Boss und Trump-Freund Gianni Infantino verlieh dem US-Präsidenten dafür den neu kreierten «Fifa-Friedenspreis». In seiner Dankesrede bezeichnete Trump die Ehrung als «eine der grössten Auszeichnungen meines Lebens» und verwies darauf, dass er und seine Regierung «Millionen von Leben gerettet», beispielsweise durch den Waffenstillstand zwischen Indien und Pakistan.

«Wir brauchen Grönland, absolut. Wir brauchen es für die Verteidigung.»

Nur wenige Tage, nachdem Donald Trump den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus Caracas entführen und nach New York vor Gericht bringen liess, wandte sich der US-Präsident seinem nächsten Ziel zu. Grönland müsse unbedingt Teil der USA werden. Aktuell gehört die grösste Insel der Welt zum dänischen Königreich. Ein militärischer Angriff käme somit einer Kriegserklärung an einen Nato-Partner gleich. Gleichzeitig schliesst Trump zurzeit auch Aktionen in Kuba, Mexiko, Kolumbien und Kanada nicht aus.

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27 Kommentare
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Squawk 7700
20.01.2026 22:39registriert Mai 2025
Wetten, morgen tritt Trump mit einer Pilotenbrille auf, nur um Macron zu dissen.
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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat US-Präsident Donald Trump für dessen abfällige Äusserungen zu Nato-Truppen in Afghanistan deutlich kritisiert. Solche herabwürdigenden Aussagen seien «nicht akzeptabel – insbesondere dann, wenn sie von einer verbündeten Nation stammen», hiess es in einer Mitteilung des Amtssitzes der Regierungschefin.
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